Chiharu Shiota verwebt rote Wollfäden und Kristalle zu einem komplexen Netzwerk, das in kristallinen Abgüssen ihrer eigenen Hände und Füße mündet. Diese Ankerpunkte im Raum spiegeln ihre persönliche Reise der Selbstentdeckung wider, die sie während ihres Studiums in Deutschland begann. Dort, fernab ihrer Heimat, erkannte sie die tiefe Verbundenheit aller Menschen. Angeregt von dieser Erkenntnis und dem Anblick der umgebenden Landschaft, schuf sie Installationen, die die Mysterien des Lebens erforschen und die Betrachter*innen zur Kontemplation anregen: Wir sind alle von Natur aus miteinander verbunden. Das Individuelle verschmilzt im Kollektiv.
Chiharu Shiota (*1972 in Osaka) lebt und arbeitet seit 1996 in Berlin. Ihr Werk ist oft von persönlichen Erfahrungen inspiriert, die sie zu universellen Fragestellungen über menschliche Beziehungen, Leben und Freiheit erweitert. International bekannt wurde sie für ihre raumgreifenden Installationen, in denen sie alltägliche Gegenstände wie Boote, Schlüssel, Stühle, Bücher und Kleider mit unzähligen Fäden zu komplexen Netzwerken verwebt. Dazu zählt u.a. ihre Installation „The Key in the Hand“ 2015 auf der Biennale in Venedig. Mit ihren poetischen Arbeiten über die menschliche Existenz, Erinnerung und die Fragilität des Seins ist Chiharu Shiota weltweit in Ausstellungen präsent.
















