Dicker Bus

von Erwin Wurm

Die Profanität der Objekte von Erwin Wurm ist elementarer Grundbestandteil seines künstlerischen Schaffens. Die Spannbreite reicht hierbei von Gurken über Würstchen und Autos bis zu Häusern unterschiedlichster Formgebung. Dies schafft primär Vertrauen beim Betrachter, denn die Gegenstände sind vermeintlich „bekannt“. Die Objekte des Alltages werden ihrer primären Funktion entbunden - der Künstler entzieht ihnen ihren Sinn. Was sichtbar wird, ist ein „Aus-der-Form-Geraten“. Im Falle des Buses scheint dieser übergewichtig geworden zu sein. Das Werk ist ironischer Kommentar zur modernen Lebensweise zwischen Schlankheitsideal und Körperoptimierung einerseits und zunehmendem Übergewicht andererseits. 

© Inge Prager

Erwin Wurm wurde 1954 in Bruck an der Mur geboren und hat an der Universität Mozarteum in Salzburg, der Akademie der bildenenden Künste sowie der Universität für angewandte Kunst in Wien studiert. Er lebt und arbeitet in Limberg, Niederösterreich. Als einer der bedeutendsten und international renommiertesten österreichischen Bildhauer werden seine Werke in internationalen Ausstellungen und Museen gezeigt. 2013 wurde ihm der Große Österreichische Staatspreis verliehen.

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